April 2009 - Klares Wasser, schneebedeckte Berge und eiskalt: Der Alta-Fjord im nördlichsten Nordnorwegen in der Finnmark. Alta ist 200 km von Nordkap und 1200 km von Oslo entfernt.
Hierhin hat es Steffen Henssler verschlagen, um sich persönlich vor Ort von der Lachszucht („Aquakultur") zu überzeugen und natürlich auch um Lachse zu fangen.
Mit dem Boot ging es raus auf den Alta-Fjord, wo die Netze der Grieg Seafood Company verankert waren. Vom Gehege-Gerüst versuchte ein Mitarbeiter der Fischfarm einen springenden Lachs zu fischen. Kurze Zeit später hielt Steffen Henssler einen prächtigen Lachs in den Händen. Sofort an Bord wurde der Lachs fachgerecht zerlegt, einem Qualitätscheck unterzogen und verköstigt - frischer geht es nicht. Mit an Bord war auch Meeresbiologe Dr. Manfred Klinkhardt, der über Aquakultur und den Mechanismus der Anlage referierte. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Grieg Seafood Company gab es einen Austausch über Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und Umweltschutz.
Am nächsten Tag ging es durch die faszinierende Klippenlandschaft nach Havøysund zur Fischfabrik Tobø Fisk. Hier wurde die Fischverarbeitung mit den einzelnen Arbeitsschritten begutachtet.
Den kulinarischen Abschluss der Reise bildete ein Seafood-Essen im „Arctic View" in Havøysund am nördlichsten Windpark gelegen und gleichzeitig ein Aussichtspunkt. Neben norwegischem Lachs und Kabeljau wurde auch Heilbutt serviert.
"Dicker Fang" von Steffen Henssler. Foto: Christina O. Bruch für HÖRZU
Sushi-Experte Steffen Henssler bezieht den Großteil seiner Ware für seine beiden Restaurants in Hamburg aus Norwegen. Die Vorteile für den Koch liegen auf der Hand: „Der Lachs aus den Farmen ist immer frisch, das ganze Jahr über verfügbar und die Qualität ist super. Perfekt für mein Sushi. Und weil die Meere überfischt sind, ist Zuchtfisch eine echte Alternative", so Henssler.
Auf zu neuen Ufern der Kochkunst: Steffen Henssler an Bord. Foto: Christina O. Bruch für HÖRZU