05 März 2009

Deutsche Händler auf Kabeljau-Entdeckungsreise in Nordnorwegen

Schneebedeckte Berge, Meer, Eiseskälte, rauer Wind und strahlender Sonnenschein: Mitte Februar tauschten rund 15 Vertreter des deutschen Fischhandels das nass-graue Wetter in Deutschland gegen vier Tage Nordnorwegen ein.

Sie folgten der Einladung von Seafood aus Norwegen, vor Ort den Kabeljau zu entdecken und zu schmecken! Die erste Etappe führte nach Bodø. Auf einer Zuchtstation der Firma Codfarmers informierten sich die Teilnehmer über die Erfolge der komplizierten Kabeljau-Aquakultur. Mit dem Boot ging’s raus zum Gehege, wo der Kabeljau unter besten Bedingungen im kalten und klaren Wasser gedeiht. Die Marktreife von Kabeljau aus Aquakultur ist einer Vielzahl von Fachleuten zu verdanken. Sie haben Erfahrung in der Jungfischproduktion, der Futterentwicklung, der Nutzung der Meeresressourcen und der Aufzucht von Speisefisch. Mit dem Hurtigruten-Schiff reisten die Fischprofis weiter auf die wildromantischen Lofoten. Dort stand dann der Skrei, der wilde Artgenosse des Farmkabeljaus, auf dem Programm – seit vielen Jahrhunderten der wichtigste Wirtschaftszweig der Inselgruppe. So wie viele der Lofot-Fischer in ihren kleinen Booten fischten auch die Reiseteilnehmer nach dem edelsten Fisch Norwegens: mit einer Angel. Schleppnetze und große Trawler sind nämlich zum Schutz des Bestandes in der Region nach wie vor strengstens verboten.

Im Fokus der Reise standen neben der beeindruckenden  Winter-Landschaft ebenfalls die Stockfisch- sowie die Lebertran-Produktion.Aber auch der Genuss kam nicht zu kurz. So erfreuten sich die Händler am köstlich festen Fleisch des Kabeljaus. Ob Zunge, Filet oder ein traditionelles Stockfischgericht: Die norwegischen Köche präsentierten „ihren“ Kabeljau in all seiner Vielfältigkeit.

Zurück nach Deutschland ging es für die „Kabeljau-Erkunder“ mit vielen Sinneseindrücken, Erkenntnissen und neuen Ideen für die heimischen Fischtheken im Gepäck.