Im Rahmen einer Studie mit über 100 Chefköchen aus Norwegen, Spanien und Großbritannien hat norwegischer Zuchtkabeljau Bestnoten für seine Qualität erhalten.
Die Köche gaben dem Farm-Kabeljau auf einer Bewertungsskala von 1 bis 7 Noten zwischen 5,5 und 6. Die Studie wurde gemeinsam vom norwegischen Forschungs-Institut für Fischerei und Aquakultur (Fiskeriforskning) und dem norwegischen Exportausschuß (Norwegian Seafood Export Council) durchgeführt.
Im Rahmen der Untersuchung waren über 100 Chefköche in drei europäischen Ländern aufgefordert, den Zucht-Kabeljau in ihren gastronomischen Einrichtungen auszuprobieren, zu verkosten und ihre Meinung über die Qualität abzugeben. Die Ergebnisse der zweijährigen Studie wurden von dem Fiskeriforskning-Wissenschaftler und Marktforschungsexperte Morten Heide im Rahmen der norwegischen Konferenz "Go for cod" in Tromsø vorgestellt.
"Aus der Studie geht eindeutig hervor, dass Zucht-Kabeljau qualitativ sehr hochwertig ist und lange frisch bleibt", kommentiert Siri Hamvik, Marketing Manager für neue Fischsorten beim NSEC, das Studienergebnis. "Einige Länder stehen Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakulturen generell eher skeptisch gegenüber", ergänzt die Marketing-Verantwortliche. "Unsere Herausforderung besteht also darin, den Handel und die Verbrauchern von den Vorzügen zu überzeugen, nämlich dass Zucht-Kabeljau eine gleichbleibende, hohe Qualität aufweist und das ganze Jahr über verfügbar ist."
"Ein weiterer Vorteil von Kabeljau aus Aquakulturen ist sein festes Fleisch, das auch immer wieder bei Marktforschungen gelobt wurde", erläutert Siri Hamvik. Besonders groß ist die Nachfrage für gefarmten Frischkabeljau auf dem westeuropäischen Markt, vor allem in Spanien und Frankreich.