28 September 2009

Welche Rolle Norwegen spielen will? Eine vorbildliche!

Die Aquakultur wächst überall in der Welt. Gesundes Wachstum der Fischzucht heißt jedoch, dass die Umweltsituation genauso beachtet wird wie die Bedürfnisse der gezüchteten Fische und Meeresfrüchte.

Nur wenn Aquakultur nachhaltig und umweltschonend betrieben wird, findet sie gesellschaftliche Akzeptanz. Die Nachhaltigkeit liegt letztlich auch im Interesse der Züchter, denn gesunde und saubere Gewässer sind eine unverzichtbare Voraussetzung für erstklassige Fischprodukte.

Aquakultur im Einklang mit der Natur ist deshalb oberstes Gebot in Norwegen. Hier wurde ein Kontrollsystem etabliert, das die Verantwortlichkeiten klar zuweist: Die Vergabe von Fang- und Zuchtlizenzen und die Kontrolle der Einhaltung von Vorschriften ist die Aufgabe des Fischereidirektorates. Die Qualitätskontrolle von Produkten im Herstellungsprozess und den Endprodukten unterliegt der Verantwortung des Norwegischen Amtes für Lebensmittelsicherheit.

Die Fischzüchter  arbeiten wiederum eng mit wissenschaftlichen Instituten zusammen, deren Forschungsprojekte die Zusammenhänge von Ökonomie und Ökologie untersuchen. Zwischen allen Bereichen findet ein reger Austausch statt, denn gerade die vielfältigen Verbindungen von staatlichen Einrichtungen zur Industrie sowie der Dialog von Industrie mit den Händlern und den Endverbrauchern bringt wertvolle Impulse für alle Beteiligten. Verfahren und Techniken werden permanent optimiert. Schließlich geht es um einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

Ein erfolgreiches Fischerei- und Aquakulturgewerbe sind eine wichtige Basis für Arbeitsplätze und Besiedlung in den wenig bevölkerten Küstenregionen Norwegens. Mit dem Fischfang und der Fischzucht bekommen auch andere Wirtschaftsbereiche, z.B. die Werftindustrie, die Ausrüster, aber auch z.B. die Futtermittelindustrie und das Transportgewerbe positive Wachstumsimpulse.