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Die Finnmark, in der sich auch das Nordkap befindet, dem nördlichsten Punkt Europas, ist mit kleinen Fischerdörfern besiedelt, die sich ausschließlich mit Fischfang und der Verarbeitung von Fisch beschäftigen. Die Anwohner verdanken ihre Tätigkeit als Fischer einem riesigen Vorkommen an Fischen verschiedenster Arten. Man könnte die Küste als Paradies für Fischer bezeichnen. Ein besonderer Schatz ist die Königskrabbe, die bis zu 10 Kilogramm schwer werden kann.
400 KM nördlich des Polarkreises gelegen, beherbergt Tromsø den Sitz des NSEC. Sie ist die geheime Hauptstadt einer lebendigen Region. Als Universitätsstadt pulsiert das Leben in den Straßen rund um die Uhr, weshalb Tromsø auch das Paris des Nordens genannt wird. Während der Sommermonate sorgt die Mitternachtssonne für taghelle Nächte, während in den Wintermonaten die spektakulären Nordlichter zu bewundern sind. Desweiteren ist Tromsø bekannt für seine traditionelle Fischzucht und beherbergt diverse Forschungsinstitute, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Die Hauptstadt Norwegens liegt, umgeben von Wäldern, an Ende eines Fjords. Sie ist neben dem Sitz der norewegischen Regierung auch die Heimat des norwegischen Ministeriums für Fischerei. Norwegen war das erste Land, das ein Ministerium dieser Art gegründet und bis heute bewahrt hat. Aber Oslo hat noch mehr zu bieten: Im Rathaus zum Beispiel wird durch eine norwegische Kommission, im Sinne von Alfred Nobel, alljährlich der Friedensnobelpreis vergeben.
Schon seit der 20er Jahren war die Konservenproduktion ein wichtiger Industriezweig dieser Stadt. Mehr als die Hälfte der Einwohner waren in diesem Bereich tätig. Ausgezeichnet als eine der Kulturstädte Europas im Jahr 2008, hat sich Stavanger eine Spitzenposition im Bereich der Gastronomie Norwegens erarbeitet. Im gleichen Jahr war Stavanger Gastgeber für das Finale des Bocuse d'Or, einem der wichtigsten Kochwettbewerbe.
Durch seinen historischen Hafen hatte Bergen schon immer eine besondere Bedeutung für den Handel zwischen Norwegen und dem übrigen Europa. Schon im Mittelalter basierte der Wohlstand der Stadt auf der Tatsache, das Bergen den Fischhandel kontrollierte. Mit Unterstützung der Hanse sorgte Bergen für einen regelrechten Kreuzzug des getrockneten Fischs im europäischen Markt. Heute ist die Stadt von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Sie beherbergt als einzige Stadt der Welt ein Direktorium für den Bereich Fischfang und ist Sitz von zahlreichen Instituten, wie zum Beispiel das NIFES, die den Fischfang kontrollieren und erforschen. So hat Bergen eine besondere Bedeutung im Bereich der Aufzucht von Lachs erlangt.
Bereits seit 1640 wird hier getrockneter Fisch hergestellt. Seit jeher wird auf den Felsen der Küste von Ålesund der gefangene Fisch getrocknet und gesalzen. Die optimalen Voraussetzungen hierfür haben dem Standort von Ålesund Wohlstand gebracht und sorgen auch heute noch für einen gesicherten, wirtschaftlichen Faktor, der den Bewohnern zu Gute kommt. Nach einem großen Brand, bei dem ein Großteil der Stadt zerstört wurde, wurde die Stadt in ihrem ursprünglichen Stil neue aufgebaut. Dieser prägt bis heute ihren unvergleichlichen Charme.
Die Lofoten sind ein weltweit einzigartiger Ort. Jedes Jahr im Januar verlässt der arktische Kabeljau, der sich Skrei nennt, die Barentssee und durchquert auf dem Weg zu den Lofoten, wo er laicht, Gewässer voller hochwertiger Nahrung. Während ein Teil des Fangs ausschließlich mit Hilfe der Sonne getrocknet und zu Stockfisch verarbeitet wird, wird der frische Skrei in die Gourmetrestaurants Europas versendet, wo er als Delikatesse serviert wird. Der Skreifang entspringt einer jahrhundertealten Tradition norwegischen Fischfangs . Aus dem ganzen Land reisen Fischer auf die Lofoten, um an diesem Geschenk der Natur teil zu haben. Für die Touristen, die jedes Jahr die Inseln besuchen, besteht heute die Möglichkeit in sogenannten „Rorbus", rekonstruierten und modernisierten Fischerhütten, die Nächte zu verbringen.
Warum gerade Norwegen?
Jeder, der Norwegen einmal besucht hat, findet hierfür schnell eine Antwort: Norwegen ist ein Land in dem sich die Natur von einer ihrer schönsten Seiten zeigt: Tausende Inseln, die an der gesamten Küste verteilt sind, umspült von kristallklaren Wasser, Gipfel die zu den höchsten Europas gehören, Berge die in Ihren Tälern tiefe Fjorde beherbergen, die dem Land einen magischen Charakter verschaffen.
Ein idealer Ort für den Fischfang
Die Schönheit des Landes ist aber nicht die einzige herausragende Eigenschaft von Norwegen: Die geografischen Eigenschaften des Landes bieten die idealen Vorraussetzungen für den Fischfang und die Fischzucht. Bereits die Wikinger nutzten diese um erfolgreich Fisch zu züchten. Auch nach Jahrhunderten, in denen die Methoden der Zucht verbessert wurden, hat Norwegen eines beibehalten: Die Wertschätzung der Natur.
Was Fisch für Norwegen bedeutet
Viele norwegische Städte existieren von je her ausschließlich durch den Fischfang und den Export von Fischprodukten: Bergen als Ursprung der Fischzucht, welche auch heute noch in den Fjorden in der Umgebung zu Hause ist; Oslo als Sitz des Fischereiministeriums; Ålesund als Heimat des Stockfisches; die Lofoten mit ihrem einzigartigen Skrei. Dieses sind nur einige Beispiele der Verquickung von Fisch, Land und Leuten. Dabei ist Norwegen weltweit einer der bedeutsamsten Exportteure für Fisch.
Die Schätze Norwegens
Seafood aus Norwegen seinen festen Bestandteil des traditionellen Speiseplans vieler Länder. So ist in Italien, Spanien und Südamerika getrockneter Fisch ein nicht mehr wegzudenkendes Lebensmittel geworden. Überall auf der Welt wird norwegischer Zuchtlachs wegen seines festen Fleisches, seinem unnachahmlichen Geschmacks und seiner besonderen Frische geliebt.